Dr. med. Susanne Schalm

5 Fragen an...

Dr. med. Susanne Schalm
(2. Vorsitzende)

  1. Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?
    2007 hatte ich die Gelegenheit im Rahmen der Tätigkeit als "ausgeliehene Internistin Und Rheumatologin" an die Kinderrheumatologie des Universitätskinderspital in Bern mich intensiv mit den rheumatischen Krankheiten des Kindesalter und deren Probleme beim Übertritt in die Erwachsenenrheumatologie zu beschäftigen. Daher habe ich zunächst eine Transitionssprechstunde in der Erwachsenenrheumatologie am Inselspital in Bern etabliert und seit 2011 die Jugend- und Transitionssprechstunde am Dr. von Haunerschen Kinderspital an der Ludwig Maximilian Universität in München neben der Tätigkeit in einer Rheumatologischen Schwerpunktpraxis aufgebaut. Seit 2010 bin ich verantwortlich für das Rheumacamp am Bodensee, einem Transitionscamp für junge Rheumatiker im Alter zwischen 16-22 Jahren, dass sehr gut angenommen wird.
  2. Was motiviert mich hier aktiv zu sein?
    Der Kontakt zu den jugendlichen Patienten ist besonders und macht einfach Spaß: die Jugendlichen mit ihren Ideen und Fragen zur Zukunft auf ihrem Weg zum selbstständigen und mündigen Patienten zu unterstützen ist spannend und bereichernd. Gerade ein Therapieabbruch hat für den betroffenen jungen Rheumatiker in dieser Phase weiterreichende Konsequenzen für sein zukünftiges Leben - privat wie auch beruflich.
    Der Kontakt zu den jugendlichen Patienten ist besonders und macht einfach Spaß: die Jugendlichen mit ihren Ideen und Fragen zur Zukunft auf ihrem Weg zum selbstständigen und mündigen Patienten zu unterstützen ist spannend und bereichernd. Gerade ein Therapieabbruch hat für den betroffenen jungen Rheumatiker in dieser Phase weiterreichende Konsequenzen für sein zukünftiges Leben - privat wie auch beruflich.
  3. Mein schönste Erfahrung mit Jugendlichen im Transitionsprozess
    Jede erfolgreiche Transition ist ein Grund zur Freude. Nach den Rheumacamps haben die Jugendlichen eine besseres Krankheitswissen und ein anderes Selbstbewusstsein. Anschließend entstanden und entstehen Betroffenengruppen in verschiedenen Städten oder sog. Peers, die andere Betroffene in der Phase der Transition unterstützen und gemeinsam Spaß haben.
  4. Was muss sich ändern, damit Transition erfolgreich wird?
    Der Anspruch für Betroffene wie auch die Notwendigkeit einer Vorbereitung auf die Erwachsenenmedizin während des Transitionsprozeßes muss gesundheitspolitisch anerkannt sein. Der Betreuungsmehraufwand muss von den Kostenträgern adäquat finanziert werden. Daneben müssen sich alle Beteiligten ( Pädiater /Internisten und Allgemeinärzten und andere Fachkollegen) sich regelmäßig in Transitionsbelangen wie auch den pädiatrischen Erkrankungen , die nun im Erwachsenenalter weiter bestehen, fort- und weiterbilden.
  5. Wo liegen die größten Hürden bei der Umsetzung einer erfolgversprechenden Transition?
    Neben den fehlenden Strukturen und der bisher nicht geklärten Finanzierung gibt keine eine richtige Lösung für alle chronisch kranken Jugendliche. Ein strukturiertes Vorgehen ist unabdingbar und Grundvoraussetzung. Es bedarf wahrscheinlich doch verschiedener Modelle unter Berücksichtigung krankheitsspezifischer Besonderheiten wie auch den örtlichen Besonderheiten in der Versorgung vor Ort.